Konfrontative Pädagogik
Konfliktbearbeitung in Sozialer Arbeit und Erziehung| By: | Jens Weidner; Rainer Kilb |
| Publisher: | Springer Nature |
| Print ISBN: | 9783810039866 |
| eText ISBN: | 9783322976024 |
| Edition: | 1 |
| Copyright: | 2004 |
| Format: | Page Fidelity |
Expires on Sep 17, 2026
eBook Features
Instant Access
Purchase and read your book immediately
Read Offline
Access your eTextbook anytime and anywhere
Study Tools
Built-in study tools like highlights and more
Read Aloud
Listen and follow along as Bookshelf reads to you
Was ist "Konfrontative Pädagogik"? Der Begriff irritiert die Einen (vornehmlich Theoretiker und graumelierte Endfünfziger) und begeistert die Anderen (vornehmlich Praktiker mit schwie rigen Probanden). Er löst umfassende Fach-Debatten aus, sei es in der SOZIALEXTRA (2003) oder in "Unsere Jugend" (2004). Das hat seinen Grund: mit dem Begriff wird eine Paradigmenverschiebung in Sozialer Ar beit und Erziehungswissenschaften assoziiert, die - in Ergänzung zu einer akzeptierend-begleitenden Pädagogik und einem lebensweltorientierten Ver ständnis - den konfrontativen Aspekt in Erziehung und Sozialer Arbeit wie der belebt. Das Motto lautet: ,d_en Menschen mögen und verstehen, aber mit seinem (abweichenden bis kriminellen) Handeln nicht einverstanden sein! Dahinter steht ein Professionalitäts-Verständnis, das - pointiert formuliert - 80 % Em pathie um 20% Konfrontation (in Konfliktsituationen) ergänzt, eben eine "klare Linie mit Herz"! Die Konfrontative Pädagogik basiert auf 12 Eckpfeilern, denen sich die Beiträge des vorliegenden Buches widmen und die für den Leser - als Leitfa den - an dieser Stelle hervorgehoben werden sollen. Konfrontative Pädago gik gilt als 1. Erziehungs-ultima-ratio, als "letztes Mittel", wenn akzeptierendere Inter ventionen nicht fassen konnten 2. interventionistisch und um den Probanden werbend und ihn zur Verän- rung motivierend 3. Ansatz für Mehrfachauffällige, die Freundlichkeit als Schwäche werten 4. direkt, konfrontativ, normativ und Grenzen ziehend 5. delikt- und defizitspezifisch als Basis für eine Lebensweltorientierung (Prinzip: vom Speziellem zum Allgemeinen) 6. Ansatz mit einem optimistischen Menschenbild 7. primäre (Eigenmotivation) und sekundäre (äußerer Druck) Verän- rungsmotivationen akzeptierender Ansatz 8. polizei- und justizkooperativ 9.